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Es muss ja nicht immer Kaviar sein......
...ist vielleicht ein schöner Spruch doch was die Guppyzucht angeht, solle höchstes Augenmerk auf die Ernährung der Fische gelegt werden. Jungfische erhalten von mir fast ausschließlich frischgeschlüpfte Artemia-Nauplien. Hier empfehle ich jedem auf gute Qualität zu achten.Vergessen Sie teure Zusatzmittelchen und Prämiumsalze speziell zur Erbrütung von Salienkrebsen; achten Sie einfach auf gute Qualität der Artemien und Sie werden sehen die Ausbeute; sprich Schlupfrate, ergibt sich fast von selbst (richtige Anwendung natürlich vorausgesetzt). Häufig werden auf den Verpackungen zu hohe Salzzugaben propagiert. Gemäß meiner Erfahrung genügen bereits 10-max. 20 g. pro Liter um optimale Ergebnisse zu erzielen. Jodierte Salze eignen sich nicht so gut; gemäß meiner Erfahrung lässt die Schlupfrate bei deren Verwendung ein wenig nach (funktionieren tut es aber, entgegen vieler Ausagen in Foren dennoch !).
Gutes muss nicht teuer sein ? - Leider habe ich im Bezug auf Artemien andere Erfahrungen gemacht. Oftmals sind die wirklichen Spitzenqualitäten auch erst ab 40-50 EUR / 500 g zu bekommen. Aüßerst irreführend ist die Angabe der Hersteller in sogenannten Schlupfraten in Prozent. Eigentlich maßgebend und ganz entscheidend für ein gutes Handling ist die Reinheit der Produkte. Bereits bei der Verarbeitung der Cysten trennt sich der sprichwörtliche Spreu vom Weizen. Bei schlechter aufbereitete Qualitäten kommt es sebst bei gutem Schlupf zu keiner guten Trennung der Schalen und ungeschlüpften Nauplien von den Lebenden.

Meine Zuchtanlage zur Erbrütung von Artemia. Einfach, effektiv und kostengünstig. Gerade in den kalten Monaten sind lebende Artemia Nauplien unerläßlich für die Aufzucht von Guppys.
Ebenso gut eignen sich dekapsulierte Artemia. Die Eier lassen sich mit Clorbleichlauge auch selbst entkapseln. Das Verfütterung von selbst dekapsulierten Cysten lohnt sich auf Grund der Preisentwicklung fertiger Produkte nicht (das Rehydrieren zur Haltbarmachung stellt eine echte Herausforderung dar) es sei denn man möchte dekapsulierte Eier ausbrüten. Dieses Verfahren bietet einige Vorteile.
Die chemische Dekapsulierung lässt sich auf verschiedene Art und Weise durchführen. Die von mir angewendete und erprobte Methode finden Sie unter der Rubrik "Tipps" . Oftmal liest man das die Schlupfraten durch die Dekaupsulierung zunimmt; eine These die ich nach jahrelanger Erfahrung und vielen Experimenten nicht nachvollziehen kann !
Ich habe meine Fische auch jahrelang im Sommer überwiegend mit getümpelter Nahrung gefüttert. Bis vor zwei Jahren habe ich die Futtertiere mit einem selbst aus einem Nylonstrumpf hersgestellten Feinnetzt aus einem Bach mit einer sehr hohen Gewässergüte gefangen. Auch ein ehemaliger Fischteich der im Sommer ein wares Paradies für Nährtiere ist, dienten mir als zuverlässige Bezugsquellen.
Ich habe mir aber mehrfach nachweislich auf diesem Wege Parasiten in die Anlage "geholt" die teilweise zu nicht unerheblichen Schäden geführt haben. Seit dieser Zeit verewende ich keine Nährtiere mehr aus öffentlichen Gewässern. Aber auch zu diesem Zweck aufgestellte Tonnen im Garten bringen recht gute Eträge wobei parasitäre Infekte weitestgehend ausgeschlossen werden können.

Bei dieser Makroaufnahme eines Guppykopfes ist deutlich die Parasiten (Gyrodactulus) zu erkennen. Man sieht deutlich, das Melanophoren über den lebendgebärenden Hautsaugwürmern liegen; ein ganz deutliches Indiez dafür, das die ungebetenen "Gaste" in die obere Hautschicht eingedrungen sind.
Sehr gut und keinesfalls zu vernachlässigen sind Fertigfutterprodukte. Ich verwende sehr gerne Granulate (mit weicher Konsistenz) und Futtertabletten die sich ganz einfach an die Beckenscheibe "kleben" lassen. gerade dieses Format ist auch zur zielgenauen Dosierung für die "Urlaubsvertretungen" nahezu ideal !
Wichtig ist eine optimale Ernährung von Beginn an ! - Defizite im Wachstum werden gemäß meiner Erfahrung von Guppys, anders als bei vielen Salmlerarten, erstaunlich schlecht oder gar nicht ausgeglichen !