AQUARIEN, AQUARIEN UND NOCH MEHR AQUARIEN !
Ich fürchte fast dieser Slogan der Szene wird tatsächlich Wahrheit. Jeder Züchter hat hier so seine Eigenheiten. Ich persönlich verwende in der Mehrzahl 35 l - Becken, da diese einen guten Kompromiss darstellen. Bei halber Befüllung eignen sie sich hervorragend als Ansatzbecken zur Verpaarung sowie als Aufzuchtbecken bis zur Trennung der Tiere nach Geschlechtern. Voll gefüllt kann man hier auch durchaus mal eine Gruppe von Männchen bis zum Erwachsenenalter heranziehen.
Desweiteren verwende ich 15l Becken als Ansatz- oder Anzuchtbecken sowie ein 120l Aquarium für meinen Wildstamm der selbstverständlich nicht selektiert gezüchtet wird. Gefiltert wird mit Aquatec - Filtern (......hätte es diese Dinger doch schon früher gegeben !) betrieben mit einer Membranpumpe. Ich achte hierbei auf niedrige Stromaufnahmeleistungen und geringe Anschaffungskosten (Eine neue Membranpumpe steht immer als Ersatz im Regal). Bei der Frage ob Bodengrund oder nicht habe ich mich lange dagegen entschieden. Erst seit etwa 2 Jahren habe ich (zunächst probeweise in einigen Becken) auf Bodengrund umgestellt. Ich bin mitlerweile er Meinung, dass die Becken seit dem stabiler laufen.

Diese Becken sind in einer selbst geschweißten Stahlrahmen-Konstruktion untergebracht
Wasserpflanzen sind meiner Meinung nach unerlässlich zur Stabilisierung der Wasserqualität. Wasserpest, Wasserlinsen und andere schwimmend wachsende Pflanzen bieten hier hervorragende Möglichkeiten. Beleuchtet wird mit einfach weißen Neonröhren. Die Beleuchtungszeit beträgt 11 Stunden pro Tag. Ein Teilwasserwechsel ( mindestens 40 % des Gesamtvolumens) findet wöchentlich statt (auch wichtig für die Konditionierung der Fische). Der Wasseranschluss und ein Ablauf/Kanal befinden sich direkt neben der Anlage. Das Frischwasser wird vortemperiert zugegeben.
Wichtig, neben den guten Bedingungen ist auch eine genaue Kennzeichnung der Becken (zusätzlich unbedingt Zuchtbuch führen!). Ohne eine entsprechende Archivierung ist eine gezielte Zucht undenkbar und nicht durchzuführen.
Mein momentaner Bestand :
17 x 35 l
11 x 30 l
4 x 12 l
4 x 60 l
1 x 240 l
Dass die Unterbringung der Becken in geeigneten Regalen zu erfolgen hat, versteht sich von selbst. Ich verwende selbstgeschweißte Stahlrahmenkonstruktionen und mittlerweile "Sonderangebots-Schwerlastregale" aus dem Baumarkt und habe keinerlei Probleme damit.
Ich empfehle nur die hydrophobe Beschichtung der Sperrholzbretter mit einem Bootslack o.ä um ein Aufquillen zu vermeiden. Ein automatisierter Wasseraustausch ist in Planung. Die Anlage befindet sich bei mir im Heizungskeller.
Der Temperatureinstellung (24° C) erfolgt über einen zentralen Heizkörper. Im Winter, bei laufender Heizung, hat der Raum ohne weitere Wärmequelle eine Temperatur von sehr konstanten 25° C. Bei einer Temperierung über die Umgebungswärme bitte immer beachten, dass die oberen Becken wärmer sind als die unteren in Bodennähe. Bei mir beträgt dieser Temperaturunterschied etwa 2,5° C. Auch sind die Becken auf den Außenseiten jeweils etwa 1 Grad wärmer als die "inneren" Aquarien.
In den wärmsten "Abteilungen" schwimmen bei mir stets die Jungfische, da die Temperatur in einem direkten Verhältnis zur Entwicklungsgeschwindigkeit zu stehen scheint.